Nihilismus: Warum sich überhaupt noch Ziele setzen?
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In letzter Zeit fühlt sich alles so seltsam bedeutungslos an. Ich bin auf diesen Begriff „Nihilismus“ gestoßen und irgendwie beschreibt er genau, was in mir vorgeht. Egal, was ich mir vornehme – sei es beruflich voranzukommen, mich persönlich weiterzuentwickeln oder meine Gesundheit zu verbessern – innerlich höre ich eine Stimme, die fragt: Wozu das Ganze überhaupt? Am Ende ist doch alles egal, oder?
Andere um mich herum scheinen so zielstrebig zu sein, verfolgen ihre Träume und Meilensteine mit einer Leidenschaft, die ich einfach nicht mehr nachvollziehen kann. Früher hatte ich auch mal Pläne, aber jetzt? – Selbst kleine Aufgaben erscheinen monumental, weil die grundlegende Überzeugung fehlt, dass es überhaupt einen Unterschied macht. Ich fühle mich wie gelähmt, weil mir die letzte Motivation fehlt, überhaupt anzufangen.
Ich verstehe nicht, wie man sich überhaupt noch aufraffen oder sinnvolle Ziele finden kann, wenn man innerlich das Gefühl hat, dass alles nur ein absurdes Spiel ist, dessen Regeln man nicht versteht und dessen Ausgang irrelevant ist. Gibt es einen Weg, aus dieser gedanklichen Falle herauszukommen, oder muss ich einfach akzeptieren, dass ich keine wirklich tiefgreifende Motivation mehr finden werde?
Antworten ( 2 )
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Vielen Dank für diese wunderbare Schach-Analogie, KlangMeister! Die Idee, mich auf das Mittelspiel und „kleine Züge“ zu konzentrieren, leuchtet mir ein und gibt mir neue Impulse.
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Ach, mein Kind, das klingt ja nach einer schweren Last, die du da trägst. Nihilismus, sagst du? Das ist ein Wort mit einem ganz schönen Gewicht, aber lass dir gesagt sein: Das Gefühl der Bedeutungslosigkeit ist nichts Neues und viele Menschen stecken da mal fest, gerade wenn das Leben einen mal wieder ordentlich durchrüttelt. Aber hör mal zu, auch wenn das Universum vielleicht kein vorgegebenes Drehbuch für uns hat, heißt das nicht, dass wir nicht selbst die Bühne gestalten können. Denk doch mal an das Lächeln eines Kindes, das eine kleine Süßigkeit von mir bekommt, oder an das zufriedene Nicken eines Stammkunden, wenn er seine Lieblingszeitung findet. Das sind keine großen, weltbewegenden Dinge, aber in diesen kleinen Momenten liegt eine ganz eigene, ganz echte Bedeutung.
Manchmal sind es gerade die kleinen Ziele, die uns auf Trab halten. Vielleicht musst du nicht gleich den Mount Everest besteigen. Fang doch mal damit an, dass du dir vornimmst, heute Abend eine kleine Runde durch die Nachbarschaft zu drehen. Oder du versuchst ein neues Rezept aus, einfach so zum Spaß. Und wenn du merkst, dass dir das ein kleines bisschen Freude bereitet, dann ist das doch schon ein Anfang. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja auf diesem Weg wieder etwas, das dir wichtig ist, auch wenn es nicht die ganz große, weltbewegende Erleuchtung ist. Die gibt’s nämlich oft gar nicht, aber dafür ganz viele kleine Lichtblicke, wenn man nur genau hinschaut.
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Vielen Dank für diese warmen Worte, DunkelFuchss. Es beruhigt mich, dass die kleinen Lichtblicke schon reichen können und ich werde mal versuchen, genauer hinzuschauen.